Hybrid Picking Lick #01

Dieses Lick besteht im wesentlichen aus so genannten „Rolls“ und Dreiklängen. Ich habe diese Art von Licks unzählige Male von diversen Saxophonisten gehört und da mich diese sehr angesprochen haben, kam ich nicht herum dieses zu transkribieren, analysieren und zu versuchen sie in mein Gitarrespielen und meine Soli zu integrieren.

Prinzipiell geht es bei diesem Lick darum einen Dominant7-Akkord mit den „Basis“-Noten Grundton – Terz – Quint und darauf die Alterationen b9 – #9 und b13 auszudrücken. Dies gelingt durch einen einfachen Trick: Zuerst wird das normale Dreiklangs-Arpeggio vom Grundton gespielt. Genau dieses wird um einen Tritonus transponier, man spielt nun also solch ein Dreiklangsarpeggio von der Stufe bV.

Diese Wechselwirkung aus den eher unspektakulären Akkordtonen gepaart mit den eher aggressiv wirkenden Alterationen macht dieses Lick so spannend und vielseitig einsetzbar.

Ich beginne mit einem Standard Dreiklang in der Grundstellung, darauf folgt das gleiche Arpeggio vom Tritonus aus usw. Den Abschluss bildet eine Auflösung der Tension b9 auf den Grundton des Dominant7-Akkordes. Der zweite Takt bildet das selbe Voicing spiegelverkehrt ab.

Wenn man dieses Material mit der „Rolls“-Technik, also ständiges Wiederholen von „Pick“-„m“-„a“  kombiniert kann man einiges an Geschwindigkeit aufbauen. Ich persönlich bevorzuge bei Rolls einen ständigen Downstroke.

Lick C Dominant7:

Hybrid C7 Lick Variation A

Saxophonisten üben ihre Licks in alle 12 Tonarten. Bei unserem Instrument bekommen wir das meiste aus jedem Lick wenn wir diesen über das ganze Griffbrett adaptieren. Deswegen findest du hier noch 2 Variationen dieses Licks:

Variation A:

Diese Adaption besteht aus derselben Abfolge der rechten Hand. Der einzige Unterschied ist, das nun das Arpeggio in 2. Umkehrung gespielt wird

Hybrid C7 Lick 01

Variation B:

Die zweite Variation behandelt die erste Umkehrung der Dur-Dreiklänge:

Variation B

Anmerkung

Normalerweise verwende ich dieses Lick wenn ich eine Aggressivität oder Spannung in mein Solo hinein bekommen wil. Ich bin immer wieder erfreut darüber wie vielseitig dieses einsetzbar ist, egal ob es sich um einen Jazz-Blues oder einen Funk-Rock-Song handelt. Hauptgrund dafür ist wohl, das es mit beiden „Hörwelten“ spielt: Der „leicht-zu-folgenden-Arpegio-Welt“ und der aggressiven „Alterationen-Welt“.

Youtube Link:

 

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